Neue Aufgaben in der 2. Führungsebene
innerhalb eines DAX 40 Unternehmens.
Die Ausgangssituation
Herr Schmitt (Name geändert) hatte erfolgreich ein internes Management Audit geschafft und wurde somit in die 2. Führungsebene mit Leitung einer Geschäftseinheit innerhalb eines großen Konzerns befördert. Jedoch wurden in dem Audit auch deutliche Schwächen transparent: So konnte er andere nicht ausreichend für seine Vorstellungen gewinnen. Seine persönliche Wirkung litt darunter, dass er zu verhalten reagierte und sich zu sehr auf die inhaltliche Seite ausrichtete, wobei Begeisterungsfähigkeit zu kurz kam. Bei Widerstand neigte er dazu, eine konsensorientierte Lösung finden zu wollen, statt sich klar zu positionieren und für die eigene Position angemessen zu kämpfen. Herr Schmitt war vierzig Jahre alt, verheiratet und Vater von 3 Söhnen. Er gab sich durchaus selbstkritisch und war geprägt von moralischen Grundwerten wie Fairness, Ehrlichkeit und Bescheidenheit.
Die Ziele
Herr Schmitt sollte offensiver bzw. dynamischer auftreten, um so seine persönliche Wirkung zu verbessern. In Konfliktsituationen sollte er mehr Vertrauen in seine Meinung zeigen und diese klarer vertreten bzw. verteidigen.
Das Vorgehen
Bereits im ersten halbtägigen Einzelgespräch wurde deutlich, dass es Herrn Schmitt schwer fiel, auf eigene Erfolge stolz zu sein. So erlaubte er sich selbst nicht zu den Erfolgen zu stehen, sondern minimierte diese aus lauter Bescheidenheit. Wir arbeiteten an konkreten Themen aus seinem Arbeitskontext, wie z.B.- bereiteten gemeinsam die Antrittsrede vor und deren überzeugende Präsentation, bereiteten schwierige Gespräche und anstehende Verhandlungen vor und reflektierten gemeinsam immer wieder das Verhalten und die dahinter liegenden Einstellungen und Glaubenssätze von Herrn Schmitt. Gemeinsam prüften wir, welches ihm nutzte und womit er sich vielleicht teilweise selbst behinderte. So war er z.B. sehr wohl in der Lage, seinen eigenen Standpunkt energisch und überzeugend zu vertreten, jedoch nur dann, wenn es für ihn selbst oberste Priorität hatte. Dieses überzeugende Verhalten lernte er durch eine Einstellungsänderung auch auf andere Fälle zu übertragen.
Durch die Anwendung und Übertragung von Persönlichkeitsmodellen auf relevante Gesprächspartner im beruflichen Kontext wurden Herrn Schmitt deren Reaktionen verständlicher und er lernte, sich darauf besser einzustellen, um so die eigenen Ziele besser zu erreichen.
Resultate
Herr Schmitt gewann spürbar an Ausstrahlung und dynamischem Auftreten hinzu. Er berichtete von den diesbezüglichen Reaktionen aus seinem Umfeld, die ihn sehr stolz machten.
Sogar seine Ehefrau und seine Söhne bemerkten eine positive Entwicklung an ihm. Für ihn selbst waren die Gespräche selbst weiterhin eine Möglichkeit, aktuelle Belastungen abzubauen und schwierige Situationen vorzubereiten. Er steigerte wahrnehmbar die eigene Sicherheit durch die Reflektion der eigenen Vorhaben, Verhaltensweisen und Ideen mit einer neutralen Person, die über eine entsprechende Erfahrung und Kompetenz verfügt. Ein weiteres Resultat waren weitere Folgeaufträge durch den Auftraggeber und die persönliche Weiterempfehlung durch Herrn Schmitt…
Weitere Anlässe für Einzel-Coaching
- Vorbereitung auf veränderte berufliche Anforderungen (z.B. nach organisationaler Veränderung wie Merger/Umstrukturierung, Beförderung, Versetzung, internem Audit bzw. Assessment Center) oder auf anstehende schwierige Situationen, Konflikte, Machtkämpfe oder Verhandlungen
- Konkrete Leistungs- oder Verhaltensverbesserungen z.B. bzgl. Konfliktmanagement, Führung, Verhandlung, interner Politik,…
- Standortbestimmung oder Karriereplanung bzw. Neuorientierung. Transparenz und gezieltere Nutzung der eigenen Potenziale sowie persönlicher Stärken und Schwächen
- Umgang mit dem Spannungsfeld Balance zwischen Berufs- und Privatleben
- Suche nach einem kritischen und anregenden Feedbackgeber und Sparringspartner zur Reflektion von aktuellen Anliegen und Abbau von Belastungen
